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AD(H)S

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VII. Die Gefahren der Diagnostik

Wenn es die Wunschzonen sind, um die es hier geht, jene der Einzelnen und jene der Kultur, dann wird therapeutisch nichts heikler sein, als auf simple Anpassungsmechanismen zu vertrauen. Und so scheint mir die Hauptgefahr jeder therapeutischen Maßnahme im Triggern einer Entfremdung zu bestehen, die die Entfremdetheit der Kultur kopiert, ohne doch deren Anpassungsgewinn zu ermöglichen. Betrachten wir in diesem Zusammenhang das klinische Feld einmal neu.

Nichts steht dem Toben und dem Träumen mitunter mehr im Weg als eine Diagnose. Wie das? Nun, Diagnosen sind suggestive Programme, d.h. sie bringen Handlungsneigungen hervor. Da im Zeitalter des Post-Konstruktivismus davon ausgegangen werden kann, dass wir die Existenz einer Diagnose nicht mehr mit einer Wahrheit verwechseln, liegt es nahe, auf das Konstruktive im Diagnostischen zu fokussieren und zu fordern, dass Diagnosen weniger nach ihrem Wahrheitsgehalt, als vielmehr danach beurteilt werden, inwieweit sie unsere Möglichkeiten, konstruktiv zu handeln, fördern oder eben nicht (vgl. dazu auch Milzner 2001).

Will man den negativ-suggestiven Charakter, der in jeder Diagnose liegt (es ist eben eine „Störung“ vorhanden) verändern, dann lohnt es sich, mit einer psychodynamisch inspirierten Sichtweise nach den unterschwelligen Bedürfnissen, den Wünschen, ja, der Sehnsucht zu fragen. Also – was ist sie, die Sehnsucht eines Kindes mit AD(H)S, oder besser: Was mag sie sein? Freiheit? Platz, um ungestüm zu sein? Die Möglichkeit, mit der Zeit auf eine selbstbestimmtere Weise zu verfahren?

Vielleicht von alledem ein bisschen. Und es ist in diesen Wünschen ja genug allgemein zugängliches Potenzial enthalten, als dass wir sofort beim Lesen zu nicken beginnen und sagen könnten: „Ja, das wünsche ich mir auch.“

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